invest austria – Privater Kapitalmarkt als Treiber unserer Wirtschaft

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invest austria stellt die Weichen für ein attraktives Umfeld zur Finanzierung von Innovation und Wachstumsunternehmen.

Wien: Am 6. Oktober fand im Park Hyatt Vienna erstmals invest austria statt – das zentrale Event für die Akteur:innen des vorbörslichen Kapitalmarkts, organisiert von aaia (Austrian Angel Investors Association) und AVCO. Mehr als 300 internationale Business Angels, Venture Capital and Private Equity Professionals, Startups, mittelständische Unternehmen und Corporates nahmen an dem Ganztages-Event teil und nutzten die Gelegenheit zum ausgiebigen Networking. Das neue Flagship-Event für private Investor:innen konnte am Vormittag auch über einen Livestream online verfolgt werden. Die Aufzeichnung steht auch jetzt noch zur Verfügung für jene, die nicht anwesend sein konnten.

In den mehr als 10 Diskussionsgruppen befassten sich hochkarätige Branchen-Expert:innen wie Angelika Sommer-Hemetsberger (OeKB), Monika Köppl-Turyna (EcoAustria), Anthony Doeh (SoftBank), Henriette Lininger (Wiener Börse), Eric Demuth (Bitpanda), Amelie Groß (WKO) oder Keynote-Speaker wie Finanzminister Gernot Blümel und Ingo Bleier (Erste Group) mit der volkswirtschaftlichen Relevanz von Eigenkapitalfinanzierungen für Startups und KMUs/Mittelstandsfirmen. Es sollte aufgezeigt werden, welche Finanzierungsoptionen die Beteiligungskapitalbranche anbietet und wie sie durch die Kooperation der einzelnen Stakeholder aller Finanzierungsphasen und die Unterstützung der Unternehmen und deren Management Werte schafft.

Die Wirtschaft mit Eigenkapital wiederbeleben und nachhaltig stärken

invest austria orientiert sich an der systemischen Bedeutung von Wagnis- und Privatkapital und deren Beitrag zum zukünftigen Wohlstand des Landes. Die Volkswirtschaft und Unternehmen brauchen mehr Eigen- bzw. Risikokapital. Jedoch fehlt es an den notwendigen Kapitalmarktstrukturen und Rahmenbedingungen. Das von aaia, AVCO, WKO und Junge Wirtschaft ausgearbeitete Positionspapier adressiert unter anderem dieses Problem. Zusätzlich wurde in zahlreichen Paneldiskussionen die überwältigende Regulatorik in vielen Bereichen als Problem identifiziert.

Ingo Bleier (Erste Group) stellte bei seiner Keynote fest: „Es kann zwar eine deutliche Verbesserung bei Investments und der Mobilisierung von mehr Kapital beobachtet werden, dennoch müssen wir das gesamte Ökosystem nutzen, um privates Kapital zu aktivieren. In Österreich ist da noch viel Luft nach oben.“

Finanzminister Gernot Blümel führte zum regulatorischen Aspekt aus: „Um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken, braucht es definitiv mehr Kapital. Wir senken die Unternehmenssteuern und machen Österreich damit für andere Länder attraktiver. Diesen Zinsvorteil werden wir auch versuchen langfristig zu halten. Wir können diese Krise finanzieren und bekämpfen.“

Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria, ergänzte im Fireside Chat mit Werner Wutscher (Forum Alpbach): “Wir konkurrieren mit der ganzen Welt – das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Die Abgaben auf Arbeit, vor allem die Lohnnebenkosten, sollten verringert werden und wir brauchen stärkere Investitionsanreize. Steuern und Bürokratie blockieren den VC-Sektor enorm. Außerdem müssen wir junge Menschen mit Investitionen in Kontakt bringen. Wir sollten definitiv mehr in Finanzbildung investieren.”

Anthony Doeh (SoftBank) beschrieb die Entwicklungen am europäischen Kapitalmarkt und bei Purpose-driven Investments: “Wir haben in den letzten 12 Monaten eine enorme Entfaltung attraktiver Investitionsmöglichkeiten in Europa beobachtet, und wir sehen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Dies hat das Interesse von Investoren in der Region erhöht und zu wettbewerbsfähigeren Finanzierungsrunden geführt. Wir sehen diese Entwicklungen sehr positiv.”

Henriette Lininger von der Wiener Börse merkte an: „Eine aktive Private-Equity-Szene in Österreich leistet einen entscheidenden Beitrag zu einer volleren IPO-Pipeline. Events wie invest austria stimmen uns zuversichtlich in Punkto Börsen-Nachschub in Österreich.“

Hansi Hansmann, Business Angel und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der aaia, traf im Abschluss-Panel den Nagel auf den Kopf: “Lassen Sie ihr Geld nicht auf dem Bankkonto liegen. Investieren Sie in die Wirtschaft und lassen Sie es arbeiten.”

Die Frage, was es braucht, um Österreich zu einem attraktiven und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort zu machen, wurde bei invest austria eindeutig beantwortet: Neben regulatorischen Änderungen und der Mobilisierung von Eigenkapital-Quellen kann jede und jeder einzelne dazu beitragen, indem ein Bewusstsein für Investments und die Relevanz von Innovation geschaffen wird. Jetzt geht es darum auf diese Entwicklungen zusammen gezielt hinzuarbeiten. 

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