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Press Review

10 Jahre AVCO

Private Equity in Österreich

Sonderbeilage VentureCapital Magazin, Januar 2012

Mit Special Section "10 Jahre AVCO"

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 Was kann Venture Capital? (.pdf, 1985 kb)

Was kann Venture Capital?

die junge wirtschaft, Dezember 2011
(Ursula Horvath)

BETEILIGUNGSKAPITAL IST GERADE FÜR JUNGE UNTERNEHMEN EINE INTERESSANTE FINANZIERUNGSALTERNATIVE ZUM KLASSISCHEN KREDIT. WIR ERKLÄREN, WAS VENTURE CAPITAL IST, WIE MAN DAZU KOMMT, WER ES ANBIETET UND WORAUF MAN DABEI ACHTEN MUSS.

Ohne Geld kein Wachstum. Doch in den frühen Phasen der Unternehmensentwicklung ist eine Kreditfinanzierung nicht immer möglich. Kann Venture Capital (risikobereites Eigenkapital) eine interessante Alternative sein: Venture-Capital-Geber sind in der Regel Fonds, in die institutionelle Investoren wie Versicherungen, Banken oder Pensionskassen investieren. (...)

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 Was kann Venture Capital? (.pdf, 3394 kb)

Mit Risikokapital finanzierte junge Unternehmen sind produktiver

Venture Capital: Firmen sind krisenresistenter

Pressetext, 20. Dezember 2011
(Dieter N. Unrath)

Mannheim/Wien (pte003/20.12.2011/06:10) - Mit Venture Capital (VC) finanzierte junge Unternehmen sind produktiver, wachsen stärker, investieren mehr und sind innovativer als solche, an denen keine VC-Geber beteiligt sind, wie eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) http://www.zew.de zeigt. Dabei entscheidet neben der Erfahrung vor allem der Typ des Gebers darüber, ob und wie stark die Produktivität, das Wachstum, die Investitionstätigkeit oder die Innovationskraft profitieren.

Erfahrung und Typ entscheidend

Mit VC finanzierte Unternehmen sind auch krisenresistenter als andere, wie eine Betrachtung ihrer Entwicklung in der Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 zeigte. Die erfolgreichere Entwicklung ist zu einem Teil darauf zurückzuführen, dass VC-Geber sich von Anfang an bei ihren Investments vor allem auf die erfolgversprechendsten Kandidaten konzentrieren. Dabei haben die Erfahrung und der Typ des Investors erheblichen Einfluss darauf, wie groß der Erfolg des von ihm finanzierten Unternehmens ist. Vier verschiedene Typen werden in der Studie unterschieden: öffentliche, von Banken oder Versicherungen kontrollierte, industrieabhängige sowie unabhängige Investoren.

Generell stellt die Erhebung fest, dass besonders erfahrene VC-Geber überdurchschnittlich positive Effekte bezüglich der Schaffung von Arbeitsplätzen und dem Vermögensaufbau in den von ihnen finanzierten Unternehmen haben. Unabhängige Investoren üben vor allem einen positiven Einfluss auf die Produktivität und das Umsatzwachstum der von ihnen finanzierten, technologieorientierten Unternehmen aus.

Von der öffentlichen Hand kontrollierte VC-Investoren geben wiederum vor allem dem Wachstum sehr junger Unternehmen einen Schub. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass auch die öffentliche Hand als VC-Geber fungiert. In Österreich werden Unternehmen vor allem auf regionaler Ebene gefördert", sagt Jürgen Marchart, Geschäftsführer der Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation (AVCO) http://avco.at , im Gespräch mit pressetext.

Fragmentierter Markt

Vor dem Hintergrund des nach wie vor fragmentierten VC-Marktes in Europa zahlt sich außerdem grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Gebern bei der Finanzierung von Unternehmen aus. Auf diesem Wege lassen sich unvorteilhafte Bedingungen für die Branche in einem Land zumindest teilweise kompensieren. "In Österreich sind nicht viele VC-Geber vorhanden. Dies muss aber kein Nachteil sein, denn wenn man als Unternehmen im Ausland durchstarten will, dann ist ein Partner im jeweiligen Land viel besser", betont Marchart.

Trotz der positiven Effekte von Venture Capital-Finanzierungen wird die Dynamik des europäischen Venture Capital-Marktes noch immer von dessen starker Fragmentierung gebremst. An einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Aktivitäten von VC-Unternehmen in Europa führt daher nach Meinung der am Projekt beteiligten Forscher kein Weg vorbei. Unter anderem empfehlen die Wissenschaftler einen europaweiten VC-freundlichen Steuer- und Rechtsraum zu schaffen, beispielsweise durch die Abschaffung von Doppelbesteuerung sowie die Einführung einheitlicher Zulassungsbestimmungen.

Trotz der derzeitigen schwierigen Rahmenbedingungen ist der AVCO-Geschäftsführer davon überzeugt, dass Venture Capital auch in Zukunft eine Rolle spielen wird: "Institutionelle Investoren werden wieder Geschmack an Private Equity, und damit auch an VC, finden."


KMU

Geld für die ersten Schritte

Die Presse, 18. Oktober 2011
(Patrick Baldia)

Start-ups. Die Gründungsphase ist gekennzeichnet von der Suche nach der richtigen Finanzierung. Verschiedene Möglichkeiten stehen zur Auswahl.

Eine gute Idee und ein engagierter Entrepreneur reichen nicht aus, um ein Unternehmen zu gründen. Gerade in dieser heiklen Phase ist eine entsprechende Kapitaldecke eine Überlebensfrage, sprich, die Basis, um überhaupt Chancen auf eine Finanzierung zu bekommen. Eine wichtige Kapitalquelle für Unternehmensgründer stellen Förderungen dar. Auch Banken treten nach wie vor als Kapitalgeber auf – entweder über klassische Kredite oder Beteiligungsfonds. Private Equity und Venture Capital spielen hingegen eine eher untergeordnete Rolle. Die verschiedenen Wege im Überblick. (...)

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Private Equity-Investoren liegen in Österreich auf der Lauer

Wirtschaftsblatt, 14. Oktober 2011
(Manfred Haider)

UC4 Software ist nicht nur Preisträger beim ALC-Business Award 2011, sondern auch ein erfolgreiches Exit von Pontis Capital. Pontis-Chef Fiala über die Situation in der Branche.

Im internationalen Vergleich ist die Private Equity-Szene in Österreich zwar klein, aber sie lebt. Laut Geschäftsführer Jürgen Marchart vom Branchenverband AVCO hatten die Private Equity-Gesellschaften in den vergangenen Jahren vor allem in bestehende Beteiligungen investiert, um sie durch die Krise zu bringen.

"Ich würde vorsichtig sagen, es zeichnet sich eine Besserung ab", meint Marchart. Die Zahlen für 2010 präsentierten sich noch schwach. Das Fundraising-Volumen in Österreich lag bei 268 Millionen €, investiert wurden gar nur 127 Millionen €. Vorläufige Zahlen 2011 für Österreich gibt es noch nicht. Für Europa zeigten die Zahlen im zweiten Quartal wieder einen Anstieg der Aktivitäten.

Glücksgriff gemacht

Die Diskrepanz zwischen den Zahlen für Fundraising und Investments liegt daran, dass es sich bei den Fundraising -Zahlen nur um Commitments der Investoren handelt, also um verbindliche Zusagen, das Kapital den Private EquityFonds zur Verfügung zu stellen, sobald diese geeignete Targets ausgemacht haben. Managing Partner Gerhard Fiala von Pontis Capital ist so einer, der ständig auf der Suche nach aussichtsreichen Beteiligungsobjekten ist und auch schon welche gefunden hat. Unter den zwei bisherigen Exits der 2005 gegründeten Beteiligungsgesellschaft befindet sich mit UC4 Software nämlich auch der diesjährige ALC Business Award-Zweite 2011 in der Kategorie "Big Player" aus Niederösterreich, ein Preis der vom WirtschaftsBlatt nur an herausragende Betriebe vergeben wird. Verkauft hat Pontis seine Anteile im Jahr 2006 an die global tätige Private Equity-Gesellschaft The Carlyle Group. Eine weitere Erfolgsgeschichte vom Pontis-Fonds "PGC I" war der Verkauf der Anteile am Halbleiterkonzern Sen sorDynamics an die Nasdaq-Größe Maxim. Sechs weitere Beteiligungen des mitlerweile geschlossenen "PGC I" harren noch auf ihr Exit.
Über den neu aufgelegten "PGC II" hat Fiala bisher Commitments von institutionellen Investoren über 30 Millionen €eingeholt, 60 Millionen sollen es werden. Angestrebt werden weder Komplett-Übernahmen, noch Funktionen im operativen Management. "Wir wollen beim Wachstum helfen und nicht das Management verabschieden", sagt Fiala. Angestrebt wird aber eine Kontroll-bzw. Beratungsfunktion als Aufsichts-oder Beirat.

Kredite werden knapp

Das Fundraising sieht Fiala noch überschattet von der allgemeinen Marktstimmung an der Börse, obwohl die Korrelation mit Private Equity relativ gering ist. Chancen sieht er durch steigende Kapitalnachfrage der KMU. "Aufgrund schärfer werdender Regularien für die Banken wird es für Mittelständer schwieriger sich zu finanzieren. Entweder sie werden gar keine Kredite mehr bekommen, oder sie müssen höhere Zinsen zahlen", glaubt der Experte. Daher würden alternative Geldquellen benötigt, wobei er in Österreich bei der Eigenkapitalfinanzierung noch enormes Aufholpotenzial sieht.

Google aus Österreich

]Den Grund, warum praktisch alle bekannten Namen aus der IT-Branche aus Amerika kommen und nicht aus Österreich, sieht Fiala einerseits in der schieren Größe des Landes, aber auch an der Einstellung zum Unternehmertum. Viele Leute mit guter Ausbildung seien in den USA interessiert eine Firma zu gründen. "Wir müssen vom Klischee der ausbeuterischen Unternehmen wegkommen, die gesellschaftliche Einstellung muss sich weiterbewegen", appelliert der Experte.

manfred.haider@wirtschaftsblatt.at


Österreichisches Wachstumskapital

Ein starker Partner

VentureCapital Magzin "Start-up 2012", Oktober 2011
(Jürgen Marchart)

Österreichisches Wachstumskapital ist nach wie vor ein starker Partner der kleinen und mittelständischen Unternehmen in allen Unternehmensphasen. Durch fehlende Rahmenbedingungen ist neues Fundraising, insbesondere für Frühphasenfonds, schwierig, speziell wenn es darum geht, internationale institutionelle Investoren zu gewinnen. (...)

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 Ein starker Partner (.pdf, 1254 kb)

Markt in Österreich schrumpft leicht

VentureCapital Magazin, Juli/August 2011

Dr. Jürgen Marchart im Interview

Der österreichische Private Equity-Markt verzeichnete 2010 einen leichten Rückgang: Einheimische Beteiligungsgesellschaften investierten im vergangenen Jahr 127 Mio. Euro in 86 Unternehmen. (...)

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